Kolumne: Auf ein Wort mit der Gemeindebücherei
der offizielle Frühlingsanfang ist laut Kalender in diesem Jahr am 20. März. Aber wir wollen auf keinen Fall erst gemeinsam mit den Bäumen aus der Haut fahren, wenn dieser Tag gekommen ist. Der Frühling kommt nicht nur zu seinem kalendarischen Beginn: Er macht, was er will, und überrascht uns möglicherweise mit seinem plötzlichen Auftauchen. Auch ein kurzes Verschwinden ist ihm jederzeit gestattet. Der Frühling, ebenso wie seine drei Geschwister Sommer, Herbst und Winter, lässt sich von uns Menschen nicht vorschreiben, ob es passt, dass er gerade um die Ecke kommt oder nicht. Er ist sich jedoch stets bewusst, was er tut. Mit ihm kommen die wärmeren Temperaturen, die Tage werden länger und er bringt uns die Sonnenstrahlen mit. Er winkt den Blumen zu, damit sie die Köpfe herausstrecken. Er klopft an der Bäume Rinde und weckt diese aus dem Winterschlaf. Er ruft den Tieren zu ,dass sie loslegen sollen, denn es ist wieder Arbeitszeit, und dann schaut er auf uns Menschen und fängt an, uns zu verwandeln. Er zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht und ruft uns zu: „Kommt raus aus den Häusern, seht: Ich habe die Natur geweckt!“ Und dann folgen wir seinem Ruf und erfahren die wärmende Sonne, bestaunen die ersten bunten Blütenköpfe, begrüßen die frisch aus den Betten geschlüpfte Tierwelt, tragen unsere neu gewonnene Energie in die Welt hinaus und schmecken die Süße des Frühlings. Denn schon Stephen King wusste zu erzählen: „Der Frühling ist die einzige Jahreszeit, in der Erinnerungen niemals bitter sind.“ Ach, wie schön, dass Frühling ist!
Text: SN