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Demokratie-Vorlesestunde im Juli

Demokratie war das Thema der Vorlesestunde am 10.07.2026 in der Bücherei. Als Einstieg erklärte Julia Ries den Kindern in einfachen Worten, was Demokratie bedeutet und was für ein Glück wir haben, in einer Demokratie zu leben. Als erste Geschichte wurde "Genug gebrüllt Löwe" von Günther Jacobs vorgelesen. Mit mächtigem Gebrüll sorgt der Löwe in der Savanne für Ordung. Als er eines Tages heiser ist, bricht Chaos aus. Es gibt dauernd Streit und jeder macht, was er will. Schließlich merken die Tiere, dass sie Regeln brauchen und gemeinsam finde sie faire Regeln, nach denen sie friedlich zusammen leben können.
Die zweite Geschichte hatten alle Kinder von 4-8 Jahren in den vergangenen drei Wochen in der Bücherei selbst wählen können. Es gab einen Wahlzettel mit den "Kandidaten", der nach der Wahl in eine Wahlurne geworfen wurde.
Gesiegt hat, wie das Diagramm unten zeigt, der "Superwurm" von Julia Donaldson und Axel Scheffler, denn - wie jeder weiß - "Superwurm, der Superheld ist der tollste Wurm der Welt!"
Im Anschluss an die beiden Geschichten konnten die Kinder noch wählen, ob ein Klatschspiel gemacht oder gemalt werden sollte. Hier entschied sich die Mehrheit der Kinder, sicher auch der Hitze geschuldet, dann fürs Malen.

 

Glitzerurne oder Eichenlaubrankendekor?

 

Theaterensemble Spielraum inszenierte Stück mit Fragen zum menschlichen Charakter
Das Theaterensemble Spielraum war mit dem Stück „Whiskey & Sugar“ am 19.6.2026 zu Gast in der Gemeindebücherei. Bei der Urnenbestattung seiner Mutter, der bekannten Schauspielerin Margot Fürstenberg, trifft deren Sohn Constantin (Lars Behrens) auf Sonja (Petra Berentelg), die sich als beste Freundin und Vertraute seiner Mutter bezeichnet.
Der ruhige und bodenständige Constantin hat die schrille und extrovertierte Sonja noch nie zuvor gesehen und zweifelt an ihrer Rolle im Leben seiner Mutter.
So entwickelt sich zwischen den beiden ein Wettstreit darüber, wer Margot besser kannte und wem sie näher stand. War ihr Lieblingsgetränk Whiskey mit Zucker oder doch Bier? Ist sie gerne geschwommen oder überhaupt nicht? Hätte sie lieber die prächtige Glitzerurne, die Sonja heimlich bestellt hat, gehabt oder eine schlichte Öko-Eichelurne mit Eichenlaubrankendekor?
Durch diesen Austausch entstehen vor den Augen des Publikums zwei sehr unterschiedliche Bilder von Margot. Gleichzeitig kommen sich Sonja und Constantin durch das gemeinsame Erinnern näher. Wer Margot tatsächlich besser kannte und welche Rolle Sonja wirklich in ihrem Leben spielte, wird jedoch bis zum Schluss nicht vollständig geklärt.
Für eine überraschende Wendung sorgt am Ende die Erkenntnis, dass in den Plüschtieren, die Margot gesammelt hatte und die Constantin kurz nach ihrem Tod bis auf einen Teddybären zum Sperrmüll gebracht hatte, viele tausend Euro für Constantin versteckt waren.
Die unterschiedlichen Charaktere der beiden Figuren wurden von Petra Berentelg und Lars Behrens überzeugend dargestellt. Petra Berentelg spielte die etwas schrille und extrovertierte Sonja mit viel Temperament und Ausdruckskraft, während Lars Behrens den eher introvertierten, nachdenklichen und etwas überforderten Constantin sehr glaubwürdig verkörperte.
Die Gegensätzlichkeit der beiden kam dadurch besonders gut zur Geltung, und man verfolgte ihr Zusammenspiel mit großem Interesse. Auch die humorvollen Momente des tragikomischen Stücks wurden sehr gut herausgearbeitet und sorgten immer wieder für Lacher im Publikum. So bot „Whiskey & Sugar“ einen unterhaltsamen Abend, der nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken über Erinnerungen, Beziehungen und die Frage anregte, wie gut man einen Menschen tatsächlich kennen kann.

Fußball-Vorlesestunde im Juni

Passend zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft gab es in der Bücherei am Freitag, den 12.06.2026, eine Fußball-Vorlesestunde. Vorgelesen wurde "Hase Hibiskus und die Fußball-Waldmeisterschaft" und "Anpfiff für Dr. Brumm". Sowohl das Team von Hase Hibiskus, als auch Dr. Brumms Fußballmannschaft müssen sich gegen gewiefte Gegener behaupten. Doch mit viel Teamgeist, guten Ideen und einigen glücklichen Zufällen gelingt es beiden Teams, die Meisterschaften zu gewinnen!
Im Anschluss ans Vorlesen konnten die Kinder auf dem Rathausplatz ihr Geschick bei verschiedenen fußballbezogenen Aufgaben unter Beweis stellen, z.B. beim Toreschießen oder beim Slalomdribbeln. Wir möchten uns ganz herzlich bei Malte und bei Ersin bedanken, die uns bei den Fußballaufgaben, beim Aufwärmtraining und beim Abschlussspiel sachkundig und tatkräftig unterstützt haben!

 

Blumenpoesie & Gedichte

Am 20.05.2026 gab es in der Bücherei wieder einen Nachmittag mit Blumenpoesie und Gedichten. Es wurden kleine Sträuße aus vielen verschiedenen frischen und getrockeneten Blumen gebunden und auf Mangoholzbrettchen drapiert. Dieses Arrangement soll lebendig bleiben und übers Jahr mit verschiedenen Fundstücken aus der Natur ergänzt werden. Obwohl alle Teilnehmerinnen die gleichen "Zutaten" hatten, entstanden ganz unterschiedliche bunte Sträußchen. Umrahmt wurde der Nachmittag dieses Mal mit Gartengedichten.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Anna von Annas Blumenpoesie für das Teilen Ihres Fachwissens, Ihre Geduld und ihre inspirierenden Ideen!

Bücher-Quiz mit Claus

Am Freitag, 08.05.2026, gab es zum ersten Mal in der Bücherei ein Bücher-Quiz mit unserem Lesepaten Claus. Über 20 Fragen rund um beliebte Kinderbücher hatte er für die Kinder zusammen gestellt. Nach Art des 1, 2 oder 3 - Quiz im Fernsehen konnten die Kinder bei jeder Frage zwischen drei Antworten wählen und mussten in das entsprechend numerierte Feld springen.
Für die büchergeübten Kinder waren die Fragen kein Problem und fast immer wussten alle die richtigen Antworten - sehr zum Erstaunen von Claus und seiner Assistentin Sonja!
Alle Beteiligten hatten viel Spaß beim Bücher-Quiz und wir bedanken uns ganz herzlich bei Claus und Sonja!

Vorlesestunde "Frank und Bert"

"Frank und Bert" von Chris Naylor-Ballesteros wurde am 24.04.2026 in der Bücherei mit dem Kamishibai vorgelesen. Frank, der Fuchs und Bert, der Bär sind beste Freunde und lieben es, Verstecken zu spielen. Immer gewinnt Frank, weil Bert kein besonders geschickter Verstecker ist. Aber Frank will unbedingt, dass sein Freund auch einmal gewinnt. Wie er das schafft und was Bert daraus lernt, konnte man in dieser vergnüglichen Geschichte, die allen viel Spaß gemacht hat, erfahren.
Zum Abschluss konnten die Kinder, passend zur Geschichte, Bert und Frank-Lesezeichen in Pink und Blau häkeln.

Szenische Lesung mit Norbert Frensch, Sigrun Maurer und dem Klezmer-Ensemble Karlsbad am 20.03.2026

„Es ist ein Weinen in der Welt…..“

Leben und Werk der Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) waren Thema der jüngsten Szenischen Lesung in der Gemeindebücherei.
Geboren in Elberfeld, heute ein Stadtteil von Wuppertal, in eine großbürgerliche deutsch-jüdische Familie, führte die Lyrikerin, Erzählerin und Dramatikerin ein unstetes Leben, das von ständigem Geldmangel geprägt war.
1912 lernte Else Lasker-Schüler in Berlin Gottfried Benn kennen, mit dem sie viele Jahre eine tiefe Freundschaft verband und der sie als „die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte“ bezeichnete.
Norbert Frensch alias Dr. Benn beschrieb ihren extravaganten Kleidungsstil, ihre fast asketische Lebensweise und ihre Eigenheit, in verschiedene Personen zu schlüpfen, wie Jussuf, den Prinz von Theben oder Tino von Bagdad.
Auch ihre zahlreichen Briefe an den Maler Franz Marc, einen der führenden Köpfe des „Blauen Reiter“,  unterschrieb sie mit den unterschiedlichsten Namen.
So entstanden Marcs Kartengrüße an den Prinzen Jussuf. Diese umfangreiche Korrespondenz, aus der Sigrun Maurer sehr bewegende Stellen vorlas, endete erst mit dem Tod Franz Marcs 1917 in Verdun.
1927 starb Else Lasker-Schülers Sohn Paul, 1933 floh sie in die Schweiz.
1939 reiste sie nach Palästina und der Ausbruch des 2. Weltkriegs macht eine Rückkehr nach Europa unmöglich. Else Lasker-Schüler hatte sich immer als deutsche Jüdin verstanden und das Jerusalem, in dem sie nun lebte, war nicht die Stadt, die sie sich erhofft hatte. 1945 starb sie, entfremdet von ihrer Umwelt, in Jerusalem.
Norbert Frensch hatte viele interessante Texte über und von Else-Lasker Schüler ausgesucht, die er spannend aufbereitet hatte und zusammen mit Sigrun Maurer dem andächtig lauschenden Publikum vortrug. Die ungewöhnliche, exzentrische Persönlichkeit der Dichterin kam einem dabei sehr nahe.
Bereichert wurde die Szenische Lesung von stimmungsvollen, teils melancholischen, teils heiteren Stücken des Karlsbader Klezmer-Ensembles.

 

 

 

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