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Lachsalven und Sprachwitz in feinstem (Kur)Pfälzisch
Autoren-Duo Habekost begeisterte wieder in Mauer

Das Autorenehepaar Britta und Chako Habekost begeisterte bereits das 5. Mal das Mauermer Publikum. Mit Sprachwitz, Situationskomik und (Kur)Pfälzisch vom Feinsten stellten sie den sechsten und somit den neuesten Band der Elwenfels-Krimireihe vor, und Autoren und Publikum amüsierten sich dabei gleichermaßen köstlich. Eine entspannte Lounge-Atmosphäre erwartete die Gäste bei der Lesung am 25.5.2025 in der Sport- und Kulturhalle. Wie in einem Literatur-Café plauderte nun das Autoren-Duo über die neusten Ereignisse im fiktiven Ort Elwenfels in der Pfalz.
Die zu stark wachsende Popularität des Ortes barg nämlich genug Zündstoff zwischen den Einheimischen in sich. So wurden manche Freundschaften aufgekündigt und die Streitgespräche zwischen den Touristen und Einheimischen stellte das Autorenpaar schauspielerisch gekonnt dar, begleitet von Lachsalven des Publikums. 
So war es ihre Absicht, dass vom eigentlichen Kriminalgeschehen des Elwenfels-Krimis wenig verraten wurde. Viel mehr konzentrierten sich die beiden auf unterhaltsame Dialoge und die skurrilen Charaktere. Durch die sprachliche Brillanz und das (Kur)Pfälzische wurden diese richtig lebendig. 
Die Halle tobte, als Britta Habekost den chinesischen Reiseunternehmer, Herrn Chang, imitierte. Ihn haben die treuen Leser*innen bereits im 3. Band der Krimi-Reihe als Sinnsuchenden und Yoga-Fan in Elwenfels kennengelernt. Infolge der beruflichen Veränderung von Herrn Chang entdeckten nun die chinesischen Touristen Elwenfels.
Britta Habekost war es ein großes Anliegen zu erwähnen, dass sie auch auf Kritik und die Rezensionen der Leserschaft reagieren. Eine unbekannte Leserin bemängelte nämlich die Abwesenheit von Kindern in den Roman-Handlungen. Und siehe da, aus dem aktuellen Band lasen nun die Autoren die Passage über die Geburt eines Kindes in Elwenfels aus Sicht des werdenden Vaters vor, der draußen wartet und ihm das Herz in die Hose gerutscht ist…
Nach langem Applaus und einer szenischen Zugabe gingen die kurzweiligen zwei Stunden zu Ende. Mit der neuesten Lektüre in der Tasche und einer persönlichen Widmung des Autorenpaaren gingen die Besucher*innen beglückt nach Hause und alle hoffen auf eine Fortsetzung der Krimi-Reihe.
Alle Chako-Habekost-Fans können den Comedian in Mauer am 18. Oktober 2025 um 20.00 Uhr mit seinem neuen Solo-Programm „Es kummt wie´s kummt“ erleben. Tickets sind ab sofort online unter www.gemeinde-mauer.de erhältlich.

 

                 
     
     

 

Ein Event voller Highlights
Nacht der Bibliotheken in Mauer
Fotoausstellung geöffnet bis zum 6.6.2025

Eine laue Frühlingsnacht mit abwechslungsreichem Programm erwartete die über 80 Besucher*innen am 4.4.2025 in der Kulturscheune des Heid´schen Hauses und für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Berichterstattung in der RNZ sowie im Amtsblatt lässt auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken.
Das Team der Bücherei zieht eine positive Bilanz und sagt Danke sowohl beim interessierten Publikum als auch bei allen Mitwirkenden und Helfer*innen.
So gilt ein Dank Frau Sabira Iqbal, die mit viel Esprit und Eloquenz die wichtigsten Neuerscheinungen präsentierte.
Ein besonderer Dank gilt allen Akteuren von „Blind Date by Books“ für ihre Aufgeschlossenheit. Hierbei stellte die Leserschaft der Bücherei ihre Favoriten vor. Diese Bücher wurden im Vorfeld vom Bibliotheksteam liebevoll eingepackt, auf einem Gabentisch präsentiert und die weiteren Gäste des Abends durften diese dann auspacken. So kam es tatsächlich zu persönlichen Begegnungen und zum Kennenlernen nicht nur einer neuen Lektüre, sondern auch weiterer Besucher*innen.
Die melodischen Klänge des Jazz-Trios „Wine´n Roses“ bildeten einen gelungenen Rahmen um das Thema Bücher und Ausstellung der Fotos von Ralf Kuhlen.  
Die Fotoausstellung können Sie bis zum 6.6.2025 während der Öffnungszeiten der Bücherei besichtigen.
Wir freuen uns auf die nächste Nacht der Bibliotheken 2027.

 

Fotos: Melanie Kastner, Daniel Fuchs und Philipp Wannemacher

                                                                                                                               

 

Die erste bundesweite „Nacht der Bibliotheken“ zog ein großes Publikum in die Kulturscheune
Der Deutsche Bibliotheksverband gab das Motto „Wissen, Teilen und Entdecken“ aus

Auf Einladung der Gemeindebücherei zur „Nacht der Bibliotheken“ kamen am Freitag letzter Woche rund 80 Gäste aus Mauer und den Nachbargemeinden in den Genuss eines abwechslungsreichen Kulturprogramms. Mit der Kunstausstellung „Poetische Fotografie“, Livemusik von „Wine´n Roses“, „Lesehäppchen“ aus Bestsellerlisten und einem „Blind Date by Books“. Also einem „Stelldichein“ mit unbekannten Büchern. Die Räume oben in der Gemeindebücherei hätten für so viele Besucher natürlich nicht gereicht, idealerweise bietet die „Kulturscheune“ direkt darunter ausreichend Platz an. War der frisch gestrichene Raum anfangs für 35 Besucher bestuhlt, so mussten im Laufe des Abends weitere Stühle aufgestellt werden; manche plauderten dann doch gleich an Stehtischen in lockerer Atmosphäre, bei gutem Wein, Wasser und leckeren Schnittchen.
Lucia Thelen, seit 2022 Leiterin der Gemeindebücherei, strahlte bei ihrer Begrüßung vor Freude über das große Interesse an der Veranstaltung, für die sie spontan „tausend Ideen“ gehabt habe. Sie bedankte sich bei den Mitwirkenden, ihrem Team sowie vielen Unterstützern für deren Engagement und moderierte charmant durch den Abend. Bürgermeister Heiko Braun dankte Lucia Thelen sowie dem Büchereiteam für die hervorragende Organisation, die liebevolle Vorbereitung und die vielen Ideen, welche die Veranstaltung möglich machten. Der Rathauschef wünschte allen einen inspirierenden und unterhaltsamen Abend: „Es ist schön zu sehen, wie aus einer kleinen Gemeindebücherei ein Ort wird, an dem Kultur lebendig wird, mit Musik, Literatur, Fotografie und vielen Begegnungen.“

Vernissage Poetischer Fotografie
Die großformatigen, faszinierenden Fotos von Ralf Kuhlen schmücken die frisch gestrichenen Wände in der Kulturscheune. Kuhlen (Jahrgang 1959) studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Heidelberg, mit dem Schwerpunkt Malerei und Fotografie. Der mit zahlreichen Auszeichnungen preisgekrönte Heidelberger Fotokünstler, Musiker und Kunsthistoriker zeigt eine Auswahl seiner poetischen Motive mit Menschen, Landschaften und Wasser, die er auf seinen Reisen in Europa, Asien und in der Region meisterlich ablichtete. Die Kunsthistorikerin July Sjöberg bedeutete in ihrer Laudatio, dass die Fotos eine Retroperspektive aus verschiedenen Ausstellungen seien: „Das Licht in den Bildern wirkt manchmal ein bisschen abstrakt, entfremdet, aber Ralf retuschiert nicht; der größte Teil der Fotos ist in natürlichem Licht entstanden, so sind beispielsweise die Baumbilder voller Spannung.“ Kuhlen und sie seien ein Paar, erzählte Sjöberg aus dem Nähkästchen: „Ralf ist oft stundenlang auf der Pirsch und verlässt dabei auch mal die Komfortzonen für seine Fotos“, zeigte sie an Bildern, die beispielsweise in den Bergen oder am Wasser entstanden sind und den Betrachter sofort ihren Bann ziehen. Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni 2025 während der Öffnungszeiten der Bücherei zugänglich.
Ralf Kuhlen greift aber nicht nur leidenschaftlich zur Kamera, sondern auch zur E-Gitarre und bildet mit der Saxophonistin Tina Kaps das „Duo Wine’n Roses“, welches in der Kulturscheune mit Martin Gunsch am Cajón nun als Trio in drei Auftritten die musikalischen Höhepunkte setzte. Das Repertoire an melodischem Jazz, romantischen Balladen oder lateinamerikanischen Liedern interpretierten die Musiker mal mit moderner Rhythmik, mal mit bluesigen oder poppigen Improvisationen.

Am Tisch von Sabira Iqbal aus Mauer stapelten sich die Bücher. In ihrem Beitrag „Lesehäppchen“ widmete sie sich einer großen Auswahl an Literatur, beispielsweise von Autoren wie Dimitrij Kapitelman (Russische Spezialitäten), Necati Öziri (Vatermal) oder Takis Würger (Für Polina). Ihre Ausführungen untermalte die Literaturwissenschaftlerin mit Poesie der polnischen Dichterin Mascha Kaléko. Eine Liste der Empfehlungen lag aus, der sie aktuell noch Bücher hinzugefügt und diese damit noch erweitert hatte.

Beim rätselhaften Programmpunkt „Blind date by books“ hatte sich Lucia Thelen etwas Kurioses einfallen lassen: „Unsere Lesepaten, die Sie heute Abend an der Rose am Revers erkennen, haben 17 Bücher für Sie ausgewählt; die wurden liebevoll verpackt und aus denen können Sie sich eines aussuchen“, weckte Thelen das Interesse. Da griff auch Bürgermeister Heiko Braun gern zu und alle Päckchen wurden mit Spannung ausgewickelt. Die Namen der Lesepaten waren am Buch vermerkt, sodass Gelegenheit war, gemeinsam über den Inhalt zu plaudern und vielleicht auch neue Bekanntschaften zu machen. Im Laufe des lauen Abends gingen die Begegnungen auch im Innenhof weiter. Die lebendige, liebenswürdige und lesebegeisterte „Nacht der Bibliotheken“ endete in der Kulturscheune pünktlich um 21.30 Uhr. Und einige Besucher nahmen vom „Blind date by books“ sogleich ihre Bettlektüre mit nach Hause.

Quelle: Jutta Trilsbach, Amtsblatt, 11.4.2025, gekürzt auch in der RNZ
Fotos: Jutta Trilsbach

 

 

                   

 

 

 

 

 

 

 

 

Großes Erzählstündchen für das Kleine Gespenst

Am 17. Februar war es in unserer Bücherei wieder mal besonders spannend, denn 30 Kinder lauschten der Geschichte „Das kleine Gespenst Tohuwabohu“. Dabei passierte etwas Überraschendes … Es stellte sich nämlich heraus, dass es in der Bücherei auch ein kleines Gespenst namens Mimimi gibt! Frau Thelen redete ihm gut zu und die Kinder versprachen artig zu sein, so wagte sich endlich das kleine hauseigene Gespenst aus seinem Versteck.

Dabei erfuhren alle, dass Mimimis größter Wunsch es war, einmal tagsüber beim Erzählen mit den Kindern dabei zu sein. Überhaupt hat unser kleines Gespenst die Herzen im Sturm erobert und die vorgezogene „Geisterstunde“ verflog im Nu! Zum Andenken konnten alle Kinder ein kleines selbst gebasteltes Gespenst mit nach Hause nehmen.

 

                

 

          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Büchershow in der Schule

Die Schulkinder in Mauer kamen kurz vor den Weihnachtsferien in den Genuss eines unterhaltsamen Bücherstündchens.

In Zusammenarbeit mit unserer Gemeindebücherei war dieser Event ursprünglich für die Frederick-Tage gedacht, passte aber genauso in den Dezember. Sämtliche Klassen warteten und verfolgten gespannt, was Herr Harald Kiesel im Gepäck hatte für uns. In der bestuhlten Halle lauschten die Kinder seinem Vortrag über Hase, Igel, Maus und Fuchs, die Geschichten lieben und im Haus des mürrischen Bären unerwartete einen Haufen toller Bücher finden. Die passenden Bilder zum Buch „Gemeinsam Lesen macht Spaß“ wurden auf der großen Leinwand gezeigt. Herr Kiesel hatte auch für die größeren Kinder anregende Lektüre mit dabei, sämtliche „Gregs Tagebücher“ sowie die „wilden Kerle“, die sich seit Jahrzehnten auf dem Buchmarkt halten. Es gab Sachbücher, da er bei „Willi will’s wissen“-Ausgaben mitarbeitete und ein Buch, das man von 2 Seiten lesen kann, um sich den Helden der Geschichte von 2 Seiten zu nähern. Die Zeit bis zur großen Pause verging mit dem eingeladenen Gast rasant und Schule, Kinder und Frau Thelen bedankten sich bei Herrn Kiesel für seinen Auftritt in Mauer.

Ganz herzlich bedanken wir uns beim Freundeskreis der Schule, der die Gage für den Autor übernahm.

Gaby Fleig

          

Tag der Bibliotheken 2024 in der Bücherei

Bücherei feierte mit Märchenstunde, Lesung und Chansons

Zwei erfolgreiche Veranstaltungen krönten in Mauer den Tag der Bibliotheken.

Eine große begeisterte Kinderschar lauschte in der Märchenstunde am Nachmittag dem „Froschkönig“ und der „Prinzessin auf der Erbse“ in der Erzählung von Frau Lucia Thelen. Auch diesmal war Mitmachen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht! Denn der goldene Ball sollte gefangen und der Frosch wollte natürlich geküsst werden. So waren Klein und Groß aktiv daran beteiligt, dass sich der Frosch im Handumdrehen in einen Prinzen verwandelte, während sich der Prinzen/Prinzessinnen-Test sich als große Herausforderung entpuppte. Denn es ist schon schwierig, auf dem Stapel von sieben Kissen sitzend eine Nuss, eine Kastanie, einen Maiskorn oder einen Kürbiskern zu erraten…  Doch Ende gut alles gut – das Gute siegte und alle hatten beim Märchen und Mitmachen viel Spaß!

Den Höhepunkt des Tages der Bibliotheken stellte aber die Lesung von Gisa Betz, der in Fulda lebenden Künstlerin und Autorin, aus ihrem Gedichtband „Salzblumen – Lyrik und Malerei“ dar. Frau Friedericke Brixner setzte ein weiteres Highlight mit ihrem ersten Solo-Auftritt mit französischen Chansons und begleitete sich selbst an der Gitarre.

Bürgermeister Heiko Braun und Lucia Thelen, Leiterin der Bücherei, begrüßten alle Gäste und betonten die familiäre Verbundenheit der Autorin mit Mauer und der Bücherei.

Eine besondere Atmosphäre zauberten die auf Staffeleien ausgestellte großformatigen Bilder der Künstlerin im Erdgeschoss des Heid´schen Hauses herbei. Auch den Lyrikband schmücken Details der Bilder der Künstlerin und Autorin, die die Aufmerksamkeit lenken, Spotlight setzen, betonte Frau Thelen in ihrer Einleitung. So gehen die Gedichte, das geschriebene Wort in eine symbiotische Beziehung mit den Kunstwerken ein, einander bedingend, aber nie belehrend, so Frau Thelen. Frau Betz erklärte dann am Beispiel ausgewählter Gedichte wie Text und Bild zusammenhängen. Voller Details, mit dem Erfahrungsschatz eines bewegten Lebens verband sie biblische Erzählungen aus dem Alten Testament mit dem individuellen Erleben und ließ dabei nichts unberührt.

Die musikalische Darbietung von Frau Brixner unterstrich die Stimmung der von der Autorin selbst vorgetragenen Gedichte perfekt. So verknüpfte Frau Brixner gesanglich das Lied „Blowin´in the Wind“ mit dem Gedicht „Freiheit“, welches Lucia Thelen zum Abschluss vorgetragen hat.

In ungezwungener und lockerer Atmophäre bei Sekt und Häppchen ließen sich die Zuhörer*innen im Gespräch mit Frau Betz weiter inspirieren. Dieser Abend bedeutete für alle eine Bereicherung, auch eine gegenseitige Verknüpfung mit der Autorin.

In der Widmung des Gedichtbandes steht: „Gewidmet allen, die in mein Leben gewebt sind“ Mit diesem Abend gelang es der Bücherei Mauer dieser Widmung gerecht zu werden.