

Kurzbiografie Jürgen Bürgin (Fotograf)
Jürgen Bürgin wurde 1971 in Lörrach geboren. Er lebt und arbeitet als Fotograf in Berlin. Seine Genres sind Dokumentar- und Straßenfotografie.
Seine Dokumentarserien erzählen von besonderen und geheimnisvollen Welten, wie dem Boxen und dem Zirkus. In seinen Straßenfotografien erzählt Bürgin mit seinen Bildern Geschichten. Er sucht und fotografiert das Besondere, Poetische und Überraschende im Alltag in Großstädten in ganz Europa, Asien und Nordamerika.
Bürgin ist seit mehreren Jahrzehnten in der Filmbranche tätig, so dass in seinen Fotografien immer auch enge Bezüge zum Großstadtfilm bestehen – etwa zu Woody Allens melancholischen New York-Hommagen oder zu Wong Kar-Wais fiebrigen Hongkong-Melodramen. Die Ästhetik seiner Bilder entspringt der jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem Kino. Er erkundet Möglichkeiten, Geschichten mit seinen Straßenfotografien zu erzählen, indem er spontane Straßenszenen festhält. Seine Arbeit erinnert an die vor Kinos hängenden Filmplakate, die mit einzelnen Bildern Geschichte, Stimmung und Tonalität eines Films skizzieren. Manche Fotos von Jürgen Bürgin sind geprägt von Unruhe, von der Hektik einer Großstadt; manche entdecken Momente der Ruhe, Einsamkeit oder Nachdenklichkeit. Sie alle erzählen von einer seltsamen Atmosphäre – dem Fieber der Großstadt.
Seine Arbeiten wurden in vielen Galerien und Museen auf der ganzen Welt ausgestellt, unter anderem im South Street Seaport Museum in New York, in der Fotogalerie Friedrichshain in Berlin, in der RAW Gallery in Rotterdam, im Amerika Haus in Tübingen und im Central European House of Photography in Bratislava.
Im Herbst 2016 erschien sein erstes Buch mit dem Titel „Urban Fever – Scenes from City Life“. Mit dieser Reihe hatte er zahlreiche Einzelausstellungen, beispielsweise in Sydney, Berlin und Bremen. Ende 2022 erschien beim portugiesischen Verlag Chumbo sein zweites Buch, „Punch – A visual story“.
https://juergenbuergin.com/